Mitmachen

Campus · Modul 8

Selbst aktiv werden.

Kommunalpolitik ist Ehrenamt. Die Menschen in der Stadtverordnetenversammlung und in den Ortsbeiräten haben Berufe, Familien und Vereine, genau wie du. Was auf dich zukommt, wenn du selbst mitmachen willst.

Welche Aufgaben es gibt.

Drei typische Wege in die Kommunalpolitik, vom Einstieg im Stadtteil bis zur Mitarbeit im Magistrat.

01

Im Ortsbeirat

Der Einstieg nah an zu Hause. Du kümmerst dich um die Themen deines Stadtteils, von Spielplätzen bis zu Verkehr, und sprichst mit den Menschen vor Ort.

02

In der Stadtverordneten­versammlung

Du entscheidest über Haushalt, Satzungen und große Projekte der ganzen Stadt mit. Dazu gehören Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung, der Ausschüsse und deiner Fraktion.

03

Im Magistrat

Ehrenamtliche Stadträtinnen und Stadträte werden von der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Sie arbeiten in der Verwaltungsführung mit und bereiten Entscheidungen vor.

Wie viel Zeit braucht das?

Das hängt vom Amt ab. Im Ortsbeirat sind es einige Sitzungen im Jahr plus Gespräche vor Ort. In der Stadtverordnetenversammlung kommen meist mehrere Abende im Monat zusammen, vor dem Haushalt auch mehr. Die meisten Sitzungen finden abends statt, damit sie neben dem Beruf möglich sind.

Rechte und Pflichten.

  • Freistellung: Niemand darf dich daran hindern, ein Mandat auszuüben. Dein Arbeitgeber muss dich für Sitzungen freistellen.
  • Entschädigung: Für deinen Aufwand bekommst du eine Entschädigung, deren Höhe die Stadt in einer Satzung regelt.
  • Verschwiegenheit: Über Angelegenheiten aus nichtöffentlichen Sitzungen musst du schweigen.
  • Befangenheit: Geht es um einen Vorteil für dich oder deine Angehörigen, darfst du nicht mitberaten und nicht mitentscheiden.
  • Gewissen: Du entscheidest nach deiner Überzeugung zum Wohl der Stadt und bist an keine Aufträge gebunden.

Wie man gewählt wird.

  1. Du kandidierst auf der Liste einer Partei oder Wählergruppe. Mitglied musst du dafür nicht unbedingt sein, das regelt jede Liste selbst.
  2. Die Listen werden einige Monate vor der Wahl in Versammlungen aufgestellt. Neue Listen brauchen zusätzlich Unterstützungsunterschriften.
  3. Wählbar bist du ab 18 Jahren, wenn du in Büdingen wohnst und die deutsche oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Landes hast.
  4. Am Wahltag entscheiden die Wählerinnen und Wähler mit ihren persönlichen Stimmen, wer von einer Liste einzieht. Mehr dazu im Modul „Kommunalwahl in Hessen“.

Auch ohne Mandat

Nicht jede und jeder will gleich kandidieren. Viele beginnen in Elternbeiräten, Vereinen, der Feuerwehr oder in Bürgerinitiativen. Auch dort lernst du, wie Entscheidungen in der Stadt entstehen, und knüpfst Kontakte.

Rechtsgrundlagen: Hessische Gemeindeordnung (HGO), insbesondere §§ 24, 25, 27, 35 und 35a, sowie Hessisches Kommunalwahlgesetz (KWG). Vereinfachte Darstellung ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.

Alle Parteien und Wählergruppen in Büdingen suchen Menschen, die mitmachen. Wenn du bei der FWG reinschnuppern willst: Unsere Sitzungen sind offen für Interessierte.

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